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Diverses

Vollwertkost bei Einladungen

Sich vollwertig zu ernähren, wenn man zuhause ist und für sich und seine Familie selber kochen kann, ist das eine. Doch wie schwer wird es, wenn man viel auswärts unterwegs, eingeladen ist oder sich nicht ständig was in der eigenen Küche zaubern kann?

Zunächst einmal: Keine Ernährungsform muss zwangsläufig frei von Ausnahmen sein. Ich persönlich bin der Meinung, dass es schwieriger wird, je mehr Regeln man sich auferlegt und dass strikt verbotene Speisen erst durch das Verbot so richtig verführerisch werden. Genau dem steuere ich entgegen, indem ich mir keine zu strikten Verbote auferlege. Will ich wirklich einmal Fleisch essen, so erlaube ich es mir, achte dann aber ganz bewusst auf die Qualität. Ich merke dann, wenn es einmal soweit ist, dass ich es genieße, dann jedoch länger wieder keines benötige. So habe ich oft Phasen von monatelanger Fleischabstinenz, ohne dass ich je daran denke. Und wenn das Interesse wieder aufkommt, ist es auch ok.

Wichtig ist mir, dass meine tägliche Essensroutine ausgewogen ist und ich mir eine gute Grundlage schaffe, sodass ich auch mit Ausnahmen spielend fertig werde. Denn seien wir uns ehrlich: Ausnahmen sollten möglich sein, und wir werden immer wieder damit konfrontiert werden.

 

Folgende Situationen kennen wir alle:

 

  • Du bist privat wo eingeladen: Mittlerweile ist es normal und keineswegs unverschämt, mit dem Gastgeber kurz abzuklären, was es zu essen geben wird. In Zeiten von Unverträglichkeiten und Allergien sollte das kein Thema sein. Sollte es etwas geben, was du tatsächlich keineswegs essen möchtest oder kannst, kommuniziere es ganz offen. Jedoch können wir nicht davon ausgehen, dass andere Leute etwas von der Vollwertkost wissen oder sich ebenfalls damit beschäftigen. Die Wahrscheinlichkeit ist also gegeben, dass die aufgetischte Speise nicht unbedingt in unser Ernährungskonzept passt. Hier gilt es abzuwägen. Ich fände es unhöflich, vor Ort gar nichts zu probieren, hatte jedoch auch schon Phasen, in welchen ich strikt meinen Plan eingehalten habe und ich bewusst keine Ausnahme machen wollte. Das habe ich im Vorfeld jedoch immer konkret kommuniziert, damit niemand enttäuscht oder überrascht war.

 

  • Im Zuge der Einladung fragt jemand nach, was es mit deiner Ernährungsform auf sich hat: Am besten kurz erklären und dann warten, wie die Reaktion drauf ausfällt. Ich bin kein Freund davon, Leute sofort belehren zu wollen, da das selten gut ankommt. Tauchen noch weitere Fragen auf, gerne beantworten, aber bitte nicht in eine missionarische Art verfallen. Das will nämlich niemand hören. Ist das Interesse da, weitersprechen, sonst einfach bleiben lassen. Leute überzeugt man am besten, indem man ihnen selber überlässt, ob es sie interessiert oder nicht.

 

  • Du lädst jemanden zu dir nach Hause ein: Leichtes Spiel! Hier biete ich immer Vollwertkost an, denn durch Geschmack macht man stets am meisten neugierig. Sehr oft kommuniziere ich im Vorfeld, welche Speisen auf den Tisch kommen und frage ab, ob da für jeden etwas dabei ist. Du wirst sehen, dass Interesse aufkommt, die Leute zu fragen beginnen, deine Getreidemühle entdecken usw. Wichtig ist natürlich, etwas zu zaubern, das alle vom Hocker haut!

 

  • Du bist bei einer Veranstaltung eingeladen: Hier gibt´s meist ein (flying) Buffet, wo jeder nehmen kann, was er will. Ist natürlich immer leichter, als bei einem gesetzten Dinner und meiner Beobachtung nach gibt es seit Jahren mittlerweile immer vegetarische oder vegane Alternativen. Eine Ausnahme mache ich hier dann meist, wenn es um die Verwendung von Auszugsmehl geht. Nudelgerichte mit Vollkornmehl oder Vollkörnbrötchen  z.B. habe ich bei Veranstaltungen noch nie entdeckt.

 

Sofern wir uns eine vollwertige Basis geschaffen haben, werden uns einzelne Ausnahmen nicht umbringen. Sei also nicht zu streng zu dir!

 

Was könntest du also zaubern, wenn du das nächste Mal Gäste einlädst?

Klick dich durch meine Rezepte durch: https://www.vollwertigleben.at/kategorie/rezept/alle-rezepte/.

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